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Newsdetail (Archiv)

15.12.2008 / 

Zeitung punktet bei Jugendlichen vor allem mit ihrer Vertrauenswürdigkeit

Medien wie Fernsehen und Internet sind fest im Alltag von Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren verankert. Zum ersten Mal seit zehn Jahren ist der Anteil der Jugendlichen, die einen eigenen Computer besitzen, mit 71 Prozent deutlich höher als derjenigen mit einem eigenen Fernsehgerät (61 %). Dennoch haben auch klassische, gedruckte Medien ihren Platz: 43 Prozent der 12- bis 19-Jährigen lesen regelmäßig (täglich oder mehrmals in der Woche) eine Zeitung*, wie die jetzt erschienene Studie JIM - Jugend, Information, (Multi-) Media - des medienpädagogischen Forschungsver­bunds Südwest (mpfs) belegt.

 

Auf die Frage, auf welches Medium sie bei widersprüchlicher Berichterstattung am ehesten vertrauen würden, nennen 44 Prozent der 12- bis 19-Jährigen die Zeitung. Platz zwei erreicht mit 31 Prozent das Fernsehen, gefolgt von Radio und Internet (13% bzw. 12%). Im Zeitvergleich zu 2005 bleibt die Zeitung unverändert das mit Abstand vertrauenswürdigste Medium bei den Jugendlichen. Selbst die nicht so regelmäßigen Zeitungsnutzer schenken am ehesten der Zeitung ihr Vertrauen.

 

Als Gründe, weshalb die Zeitung besonders vertrauenswürdig ist, nannten die Jugendlichen in einer qualitativen Zusatzbefragung zur Basisstudie vor allem die gute Recherche und Professionalität der Redakteure sowie die regionale Verankerung und Nähe zum Leser – Kernkompetenzen der Zeitung, die auch bei Jugendlichen Wirkung zeigen. Die Zahlen belegen erneut, dass die Zeitung bei den Jugendlichen keineswegs abgeschrieben ist. 

 

*Anmerkung: Diese Zahlen sind nicht mit den offiziellen Reichweitendaten der AG.MA vergleichbar, da sie sich auf eine andere Grundgesamtheit beziehen und methodisch anders erhoben wurden.

 

JIM 2008

-          bildet das Medienverhalten der 12- bis 19-Jährigen in Deutschland ab
-          repräsentative Stichprobe, n= 1.208 Personen
-          telefonische Befragung (CATI) von Mai bis Juni 2008
-          jährliche Erhebung seit 1998

 

JIMplus 2008

-          qualitative Zusatzbefragung zur Basisstudie JIM 2008
-          Zufallsstichprobe aus der Repräsentativstudie, n= 106 Personen
-          z. T. telefonische Befragung mit offenen Fragen im Juli 2008

 

Herausgeber der Studienreihe JIM ist der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest (mpfs), getragen von der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg und der Landeszentrale für Medien und Kommunikation Rheinland-Pfalz; in Kooperation mit der SWR Medienforschung sowie der ZMG Zeitungs Marketing Gesellschaft.

 

Kontakt:
Grit Rother
ZMG Zeitungs Marketing Gesellschaft
Telefon (0 69) 97 38 22-71
E-Mail rother(at)zmg.de

 

 

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