Clever(le) und smart

- Benjamin Beck und Marisa Brüser von der Agentur Jung von Matt in Stuttgart sind die Gewinner des Klosterworkshops 2011.
Benjamin Beck und Marisa Brüser aus Stuttgart sind die Gewinner des Klosterworkshops von ZMG und ADC (Art Directors Club Deutschland). Die beiden Junior Art Directoren der Agentur Jung von Matt/Neckar überzeugten bei der Veranstaltung im Kloster Eberbach mit schlauen Konzepten für klassische Printwerbung und für eine Cross-Channel Kampagne.
Die Idee des Workshops ist es, bei Young Professionals die Freude am kreativen Umgang mit der Zeitung Print und Online zu fördern. Seit 2004 wird er einmal jährlich exklusiv für ZeitungKreativ New(s)comers Best- und ADC Nachwuchswettbewerb-Gewinner veranstaltet. Die Qualitäten und die Vielseitigkeit des Werbeträgers Zeitung für kreative Werbung werden ihnen in mehreren Impulsvorträgen präsentiert.
Der Workshop erfreut sich, im Besonderen sicher wegen der professionellen Betreuung von vier erfahrenen Kreativen von Ogilvy & Mather und der inspirierenden Umgebung des Klosters Eberbach, jedes Jahr durchweg großer Beliebtheit. Und am Ende zweier straff organisierter Tage waren auch diesmal wieder schöne Ideen zu hören und zu sehen.
Die Belohnung für Marisa und Benjamin: Teilnahme am 11. europäischen Best YET-Wettbewerb im Mai nächsten Jahres in Oslo. Das bedeutet für die beiden Top-Talente, dort in einem noch größeren Rahmen mit Jungkreativen aus ganz Europa zu konkurrieren, verbunden mit der Riesenchance, eine mehrtägige Reise zum internationalen Werbefestival in Cannes 2012 gewinnen zu können.
Workshop-Impressionen
Fotos: Heike Rost, Mainz
Carina Böhler, Studentin an der HfG Offenbach, Dennis Galle, Student an der FH Aachen, und Angela Otto, selbständige Illustratorin und Grafikdesignerin in Berlin, sicherten sich den 2. Preis und damit Reise und Eintritt zum ADC Festival 2012 in Frankfurt. Steffen Baumgartl und Franz Röppischer von der Agentur Serviceplan München waren das drittbeste Team beim Klosterworkshop und können im März 2012 nach Hamburg reisen, wo die ZMG ihre nächste Preisverleihung veranstalten wird. Kurzweilig und kompetent geleitet wurde der Workshop von Lars Huvart, Helmut Meyer, Lothar Müller und Till Schaffarczyk von Ogilvy & Mather.
Wir haben die Teilnehmer gefragt, was für sie die Zeitung besonders spannend macht. Das sind die Antworten:
„Für Zeitung nimmt man sich Zeit, genau wie für einen guten Wein (z.B. der aus dem Kloster Eberbach). Man konsumiert aktiv und nicht zufällig.“ Franz Röppischer, München
„Das spannende an der Zeitung ist für mich die Beständigkeit mit der sich das eigentlich alte Medium 'Zeitung' immer noch gegen die neuen Medien behaupten kann und nie seinen eigenen Reiz und Charme verliert.“ Uli Henrik Streckenbach, Halle
"Obwohl ich als Digital-Konzepter dem Medium generell etwas kritischer gegenüberstehe, empfand ich den Workshop und das gezielte Entwickeln für Tageszeitungen durchweg als sehr angenehm. Zeitungen bieten durch verschiedene Faktoren begünstigt, einige Benefits, die in manch anderen Medien schwer bis unmöglich zu triggern wären." Joschka Wolf, Reutlingen
"'Zeitung" haftet etwas altehrwürdiges, aber verstaubtes an. Dieses Vorurteil bewirkt leider, dass die Anwendungsmöglichkeiten des Mediums unterschätzt werden und unausgeschöpft bleiben. Umso wichtiger die Einsatz- und Kombinationsmöglichkeiten des Mediums auch im multimedialen Kontext auszuloten." Angela Otto, Berlin
"Was die Zeitung nach wie vor zu einem interessanten Medium für mich macht, ist ihre Aktualität und ihre Glaubwürdigkeit, die vor allem regionale Tageszeitungen bei den Lesern genießen. Zeitungswerbung/-anzeigen bieten den Kreativen verschiedene Möglichkeiten: man kann auf aktuelle Ereignisse gezielt reagieren, sich das Format für besondere Gestaltung zu eigen machen, oder mit einem schlauen Kniff die Anzeigenrubrik nutzen." Marisa Brüser, Stuttgart
"Im Gegensatz zu Online-Medien, die oft einen Großteil unseres Alltags bestimmen, hat es besonders Spaß gemacht, Zeitung als dreidimensionales Objekt zu verstehen und beim Konzeptionieren der Anzeigen über die zwei Dimensionen hinaus zu denken." Carina Böhler, Offenbach



